Erster Mai und keiner hört zu! Peter Von Poehl
Heute müssen wir auch mal was in nicht eigener Sache sagen. Wir halten es für eine Frechheit und eine Kultursünde, dass den Deutschen das Album „May Day“ von Peter von Poehl vorenthalten wird. (von Julius Brodkorb)

© 2009 Yves Le Bail
Es gibt jede Menge Gründe, die dies völlig unverständlich machen. Peter von Poehl hat einen deutschen Vater. Gut, dies ist vielleicht noch kein Grund. Aber dass er lange Zeit in Kreuzberg gelebt hat und dass sein Album ausgerechnet „May Day“ heißt, dass eben dieser titelgebende Song auf seine Erlebnisse der Ausschreitungen während der Demonstrationen in eben jenem Kreuzberg zurückgehen, sollte doch ausreichen. Und mal ganz davon abgesehen – das Album „May Day“ (man kann den Titel gar nicht oft genug erwähnen) ist ja wohl das Grandioseste, was wir in den letzten Monaten hören durften.
So, und jetzt bitteschön, warum ist dieses Album nicht bei Amazon Deutschland gelistet, nicht einmal als Import? Dort findet man nur das – zugegeben ebenso großartige – Debut-Album des Schweden mit dem etwas sperrigen Titel „Going To Where The Tea Trees Are“. Also liebe Distributoren, Labels, Vertriebe und wie ihr alle heißt, reisst euch zusammen und packt das Album in euren Katalog, sonst gibt’s Ärger. Frechheit.
Peter von Poehl - Parliament
Peter von Poehl – Forgotten Garden
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schrieb am 9. März 2010 um 02:39 :