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Jon Hopkins

Nachdem wir nun alle am eigenen Leibe erfahren haben, dass die Zufuhr von zu vielen Süßigkeiten zwangsläufig an einen „Aufgang des Hefekloßes“ gekoppelt ist, widmen wir uns heute mal der Genesung unserer Ohren, welche ja eventuell auch hier und da durch allerlei faule Eier beschossen wurden … (von Tobias Krumbein)

Nahelegt sei an dieser Stelle die unbedingte Zufuhr akustischer Perlen, welche sich nicht nur mit dem Einsatz von allerlei „State of the Art-Geballer“ aufdringlich einen Platz in der ersten Reihe erkämpfen musste, um sich Gehör zu verschaffen und seine Präsenz zu untermauern.

Nicht neu und auf dem besten Wege zu einem zeitlosen Klassiker zu werden ist Jon HopkinsInsides. Dürfte man zu diesem Album zeichnen, wäre mir die Kunstausgleichsnote sicher. Hier trifft Mr. Finger im Exil auf Gleichgesinnte und ruft für jeden Klangteppich einen fairen aber attraktiven Kurs auf.

Man fühlt sich ganz dezent an die Hand genommen und wagt sich ohne jegliche Furcht an den „großen Marsch“. Er geht voran und ohne ein Wort nehmen wir Teil an einer grandiosen Wanderung über Berg und Tal. Wir wandeln über weitläufige Highlands, vorbei an schroffen Felsstrukturen bis zu einer Klippe. Wir nehmen Anlauf und springen ohne Furcht. Wir tauchen ein und wieder auf. Wir folgen ohne etwas zu hinterfragen. Wir spüren den Sand unter unseren Füßen und den Wind im Haar. Wir stehen auf Eis.  Wir brechen ein. Wir kämpfen ums Überleben. Wir werden gerettet und erfahren die Wiedergeburt. Wir schlafen ein und sind noch wach. Wir schauen hin – und sehen nichts. Wir sind Eins. Mit uns. Wir sind einfach hier und ruhen im Jetzt.

Sollte man kennen – muss man haben.


Jon Hopkins – Light Through The Veins


Jon Hopkins – The Low Places


Jon Hopkins – Insides


Jon Hopkins – Insides (Live)

Artikel veröffentlicht von Tobias am: 08.04.10

Quellen

  • Bilder - Flickr (Kmeron) under CC Licence this & that
  • Videos - Youtube
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    4 Kommentare to “Jon Hopkins”

    1. Ich finde, das klingt teilweise sehr nach Apparat. Gefällt!

    2. sofa sagt am 8. April 2010 um 22:43 :

      oh man, ich KONNTE nicht weiterlesen als bis zur haelfte, weil dann die worte vor meinen augen verschwammen… wie eine schweigeminute dieser artikel :)

    3. Na wenn das mal nicht mit State of the Art-Geballer mithalten kann… http://www.youtube.com/watch?v=n_5NJfSgE0s

    4. bridge sagt am 13. April 2010 um 18:32 :

      wow, das tat gut zu lesen UND zu hören. merci!

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