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Turmpinseln und Bierkunst

Wer in den letzten Tagen oder Wochen auf Blogs und Webseiten unterwegs war, welche auch nur entfernt mit Urban Art zu tun haben, ist mit Sicherheit auf das Projekt „Turmkunst“ am sogenannten Bierpinsel gestoßen. (von Simon Becker)

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Alle Fotos: Just/Just.Ekosystem.org

„Der Steglitzer Bierpinsel gehört zum West-Berlin der 70er Jahre wie Harald Juhnke (…). Der UFO-artige Bau nach den Plänen der Architekten Ralph Schüler und Ursula Schüler-Witte könnte aus einer Episode der Zeichentrick-Reihe ‘Captain Future’ entstammen.“ (Tom – Formfreu.de)


Turmkunst #1 - The Challenge (Vicious Gallery)

Das Bauwerk gilt als Pendant zum ICC-Raumschiff am Messegelände, welches das besagte Berliner Architektenpaar ebenfalls entworfen hat. Zur Eröffnung des Bierpinsels im Jahr 1976 wurde angeblich Freibier ausgeschenkt, seitdem hat der Schlossturm diesen einschlägigen Namen und konnte ihn auch nicht mehr ablegen.


Turmkunst #2 – preparing Work (Vicious Gallery)

Soviel zur Geschichte, nun zur Gegenwart:
Lange Zeit stand der Turm leer, nun ist das Gebäude in neuem Besitz und soll kernsaniert werden und somit wieder seiner eigentlichen Bedeutung als gesellschaftlicher Ort zugeführt werden. Um dies mit einem Paukenschlag zu tun, kam man auf die Idee bekannte Urban Art-Künstler den Eternitkörper bemalen zu lassen, bevor der Turm später in neuem Rostrot erstrahlen soll. Ob dies jetzt nach Ausverkauf einer Straßenkultur in einem gar nicht so hippen Stadtteil Berlins riecht, das haben andere schon ausgiebig erörtert und die Meinungen gehen hier weit auseinander.


Turmkunst #3 – The Style (Vicious Gallery)

Zur eigentlichen Bemalung:
Die Turmfassade wird in drei Abschnitten von FLYING FORTRESS, HONET und SOZYONE bemalt, währenddessen verziert Craig „KR“ Costello den Stamm mit seinen typischen Drips.

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Die gesamte Aktion gestaltet sich bei einem Turm von 46m Bauhöhe allerdings gar nicht so einfach. Der einzige Zugang an die Außenhaut ist nämlich ein relativ klein geratener Fensterputzlift, der von oben herabgelassen werden muss. Allein diese Bedingungen machen die Aktion schon bemerkenswert und lassen uns die leicht peinlichen Straßenfest-Begleiterscheinungen, wie Captain Jack und Udo Walz, schnell vergessen.

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Erstaunlich ist auch, dass sogar die BVG bereitwillig mitspielt und einige Flächen im U-Bahnhof Schlossstraße freigegeben hat. Hier malten dann u.a. die Wurstbande, Sam Crew, BASE23 und Peachbeach.

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Eröffnung der von der Vicious Gallery kuratierten begleitenden Ausstellung im Turm war am 1. April. Diese Ausstellung ist täglich von 12.00 – 20.00 Uhr geöffnet, zu finden an der U-Bahn Station Schlossstraße in Steglitz.

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Weitere Termine:
6.5.2010, 20 Uhr:
urbanoFilms zeigt „Die Fahrt durchs Haus“
15.5.2010, 19:30 Uhr:
Finissage der Vicious Gallery-Ausstellung

Teilnehmende Künstler aussen:
FLYING FORTRESS
HONET
SOZYONE
Craig KR Costello

Teilnehmende Künstler innen:
Craig ‘KR’ Costello (New York)
Dave Decat (Brüssel)
Dave the Chimp (Berlin)
Form 76 (Hamburg)
Flying Fortress (Hamburg)
Honet (Paris)
Keramik (Wien)
Mr. Nonski (Hamburg)
Nils Kasiske (Hamburg)
Poch (Rennes)
Sozyone Gonzalez (Alicante)
Stak (Paris)
Stefan Strumbel (Offenburg)

Weitere Informationen:

www.turmkunst.de
blog.viciousgallery.com
just.ekosystem.org/BLOG

Artikel veröffentlicht von Simon am: 20.04.10

Quellen

  • Photos - Just/Just.Ekosystem.org
  • Text - Simon Becker / www.B2302.de
  • Videos - Vimeo
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    3 Kommentare to “Turmpinseln und Bierkunst”

    1. Die Frage ist halt, wie das Endergebniss aussieht. Bisher je eher noch bescheiden… hab´s mir irgendwie cooler vorgestellt. Aber mal sehen!

    2. Chris sagt am 22. April 2010 um 15:22 :

      Die sollen mal lieber die City vollmullern, alles so sauber zur Zeit…

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