Manchmal könnte man einfach alles kaputtsägen
Was kann man tun, um musikalisch gesehen möglichst hart um die Ecke zu kommen? Klar, mit vielen Tattoos und ganz vielen Verzerrern und einem riesigen Marshall-Turm aufkreuzen. Oder einfach die Kettensäge raus holen und damit Musik machen. Je nach Modell, ist diese ja sogar günstiger als die meisten Gitarren, die man im Handel bekommt, wenn man ernsthaft musizieren will. (von Julius Brodkorb)
Gut, die Frage ist, ob die Motorsäge das einzige Instrument bleiben kann und ob es überhaupt über die gesamte Länge eines Song trägt und die bisherigen Beispiele kommen auch nicht ohne die Unterstützung eines Ensembles aus. Somit wäre als Klassiker „Timber“ von Coldcut zu nennen, in dem die Briten die Sägen zersägt haben – sprich digital gecuttet und neu arrangiert. Und so hart ist das Ganze dann gar nicht mehr, eher das, was das Video (welches wir wirklich beim besten Willen nicht in besserer Qualität finden konnten) zeigt, nämlich die Abholzung des Regenwaldes mit diesen Höllenmaschinen.
Auch wenn das Video schon älter ist, macht es Freude zu sehen, wie audiovisuell hier alles zusammenpasst.
Coldcut – Timber (Regie: Hextatic)
Wem das bisher zu nett war und wer es etwas härter mag, sollte sich das neue M.I.A.-Album besorgen, der zweite Track von „/\/\/\Y/\“ (sieht auf der Plattenhülle aus wie MAYA) wird gepflegt mit einer Kettensäge eingeleitet, die dann in regelmäßigen Abständen in dem ohnehin schon überladenen Kracher für zusätzliche Freude sorgt. Es donnert und ballert im Gebälk.
M.I.A. – Steppin’ Up
Zum Abschluss und ohne die Einstürzenden Neubauten zu zeigen (was einfach daran liegt, dass ich in der Historie der Band nicht genug bewandert bin, um ein Stück zu kennen, zu finden und zu posten, welches die Kettensäge verwendet, wenn es denn eins gibt) hier noch ein drittes Kettensägenlied, welches wahrscheinlich auch ohne das Werkzeug brutal genug wäre, damit es die meisten nicht länger als 20 Sekunden aushalten.
16bit – Chainsaw Calligraphy
Wenn jemand noch weitere Beispiele hat, z.B. von Metal-Bands, die bestimmt auch schon davon Gebrauch gemacht haben, kann er sie gerne gugeln und sich anschließend selber angucken.
Quellen
Illustration: ©2010 NeuroPeachÄhnliche Artikel
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