Verbotene Vorboten

Letztes Wochenende war ich in der „Verbotenen Stadt“, richtiger Sight-seeing-Tourismus also, mit anschließendem leichten Sonnenbrand. Außer mir war ungefähr die Hälfte der chinesischen Bevölkerung unterwegs. Das Gedränge hat sich dennoch gelohnt, aber entscheidet selbst nach Durchsicht der Bilder… (Text und Bilder Simon Becker)
Also raus aus der klimatisierten U-Bahn, rein in die 40°C-warme Luft. Natürlich bin ich Schlaukopf in der Mittagszeit los gezogen, um genügend Zeit bis zum Schließtermin (17.00 Uhr) zu haben, das Gelände der „Verbotenen Stadt“ ist nämlich sehr weitläufig, der Kaiser wollte sich ja mal die Füße vertreten können.
Verboten war die Stadt damals übrigens wirklich für alle Normalsterblichen, die in keiner Weise der kaiserlichen Welt zugehörig oder dienlich waren, hätte man sich dennoch Zugang verschafft, wäre dies mit der, natürlich öffentlich ausgetragenen, Todesstrafe geahndet worden. Mich hat der Spaß zum Glück nur 60 RMB gekostet.
Das Gedränge war gar nicht so schlimm, wie es hier aussieht, nachdem man wirklich drin war, verlief es sich sehr gut, die Menschenmenge verteilte sich ganz gut, so dass man sich nicht ständig auf die Füße trat.
Ich traue mir nicht zu, hier wirklich viel Geschichtliches kundzutun, kann lediglich sagen, dass die „Verbotene Stadt“ direkt am „Tiananmen Square“ liegt, der eine eher fragwürdige geschichtliche Bedeutung hat. Mehr findet lieber selbst heraus.
Ebenso kenne ich nicht jede einzelne kaiserliche Epoche, selbst nach dem Besuch hab ich mir nur einige Namen der Kaiser merken können, ich lass einfach mal die Bilder sprechen. Falls hier irgendetwas hinten und vorne nicht stimmt, bitte einfach Bescheid sagen.

3 Chinesen mit ‘nem Sonnenschirm…

…haben ein paar Freunde mitgebracht.
Die „Verbotene Stadt“ besteht aus mehreren großen Plätzen, den dazugehörigen ausgeschmückten Toren und verschiedensten Hallen, die alle eine spezifische Bedeutung bei kaiserlichen Zeremonien hatten. So gab es z.B. eine Halle zur Ankleidung oder Umkleidung des Kaisers, es gab Schlafgemächer für die Kaiserin(nen) und auch genügend Platz für die ganzen kaiserlichen Konkubinen.
Einprägsam sind hier vor allem die Dächer gewesen, ein Local hat mir erklärt, dass erst einmal die Farben Rot und Gelb für den Kaiser vorbehalten waren. Alle Dachkonstruktionen die mit Drachenfiguren verziert waren/sind, gehörten zum kaiserlichen Palast, Grund und Gut.

Dragon Throne (Lóngyi) / Hall of Surpreme Harmony
Es folgt der kaiserliche Privat-Zoo…
In manchen Gebäuden waren museumsartig aufbereitete Artikel zu sehen, neben allerlei Geschirr, Schmuck und Bekleidung auch die Trage der zukünftigen Kaiserin, diese wurde so aus der einfachen Welt geholt.
Auch wurden hier alltägliche Hof-Szenarien mittels Tonfiguren nachgestellt.
Interessanter fand ich allerdings die Gebäude an sich und deren detaillierte Verzierung.
Und natürlich weiterhin die Fahrzeuge der heutigen chinesischen Welt :-)
Bleibt mir nur noch zu schreiben, dass die „Verbotene Stadt“ natürlich auch einen „Imperial Garden“ hat, hier stand u.a. neben einigen Grün- und Teich-Anlagen der folgende Turm.
Hier war auch ein weiterer Ausgang, den ich natürlich nicht genutzt habe, sonst wäre ich schneller im „Beihai Park“ gewesen, in dem ich noch den Tag ausklingen lassen habe. Wurde hier sogar von Locals eingeladen ein bisschen auf einem Tretboot rumzueiern. Aber dazu später mehr, werde wohl noch einen weiteren Beitrag mit den restlichen Bilder machen, also tbc.
Zà ijià n!
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Lese-Soundtrack: http://www.lowriderscollective.com/blog/doshy-lowriders-mixtape-006/#more-7869
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Warnung vor einem Sonnenstich. Mama