Vogelnest auf Mandarin

… heisst „Cháo“, aber ob die Chinesen das olympische Stadion so schimpfen, weiß ich gar nicht so genau. Im Englischen heißt es auf jeden Fall „Bird’s Nest“, dieses war letzten Sonntag mein Ausflugsziel. Abends gab es endlich ordentliche Musik, DJ Nu-Mark von den Jurassic 5 hat hier gespielt. Dazu gleich mehr… (Text und Bilder von Simon Becker)
Meiner Meinung nach haben sie hier was architektonisch ansprechendes geschaffen, gefällt mir auf den ersten Blick sogar besser als die Allianzarena (bekomme ich für den Link gute Tarife in der Berufshaftpflicht??!), in der ich allerdings noch nie war, nur mal vorbeigefahren bin.
Die Chinesen sammeln sich hier, wie an vielen öffentlichen Plätzen auch, und picknicken, lassen Drachen steigen, spielen Karten oder Mahjongg.
Wir, mein Kollege Davide und ich, waren aber nicht deswegen hier, sind dann ins Stadium rein, haben Unmengen an Fotos gemacht. Im Inneren fand ich es dann aber nicht mehr sooo interessant, auch wenn hier gerade für irgendeine musikalische Geschichte geprobt wurde. Die Treppenzugänge dagegen waren schräg-abstrakt!
Das Leitsystem hier hat mir ganz gut gefallen, vor allem die roten Sticker auf dem silber-grauen Grund.
In dem folgenden Bild kann man sehen, dass wir doch eine ganz gute Höhe erklommen haben, die Leute auf der Plattform haben doch schon ameisenartige Züge. Zu diesen Krabbeltierchen haben wir uns dann auch wieder gesellt, haben es leider nicht erfolgreich geschafft noch den „Watercube“, das Schwimmstadion zu besuchen, das war nämlich gerade im Baustellenstatus.
Also erst mal zurück nach Hause, vorbei an dem Zuhause von Anderen…
Hier angekommen, mein erster Versuch chinesische Lettern zu schreiben, gezwungenermaßen. Der Taxifahrer im Allgemeinen kann ja kein Englisch, auch englische Zettel werden mit einem Kopfschütteln beantwortet. Ich finde manche Charakter ganz gut, andere sind wohl eher Hyroglyphen. Immerhin hat es gereicht um ans Ziel zu kommen. Leider hat es sich nicht wirklich gelohnt, war ein Italiener, gute Pasta, aber echt ‘ne winzige Portion.
Jetzt zu Nu-Mark im Yugong Yishan, guter Laden, super Booking, nette Leute:
Hier zu sehen, der Affe, der Teil der kleinen Toy-Show war. Als kleines Special-Set hat Herr Nu-Mark Beats live mit verschiedensten Spielzeugen eingespielt, superb! Auch der Rest des Abends war toll, der Warm-Up-DJ hat ein kleines Dubstep-Set gespielt, neben ordentlichem Adult Hiphop. Sehr fein! Mehr Bilder hier. War alles in allem überzeugend, dass mein erster Eindruck vom Beijinger Nightlife doch falsch war, nicht überall Lady Gaga in 230.283 Remixen gespielt und dazu Moët Chandon gesoffen wird.
Das ist doch mal ein Schlusswort.
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