Auf der Mauer, auf der Lauer…

Das musste natürlich auch getan werden, glücklicherweise war ich nicht in Badaling, dem nächsten und von Touristen überlaufenstem Teil Beijings. Nein, wir waren in Jinshangling und Gubeikou, zwei etwas weiter entfernten Spots, die nicht komplett menschenüberfüllt sind. (Text und Bilder Simon Becker)
In Gubeikou haben wir in einem Homestay übernachtet, das heißt, wir haben bei einer Großfamilie übernachtet und ich durfte das erste Mal in den Genuss einer wohl niemals gereinigten Squat Toilet kommen. Naja, wie sagen sie im Video: „Travelling is all about broadening your horizon!“
Leider war es an beiden Tagen extrem diesig, so dass die Sicht immer getrübt war. Ob es wirklich alles nur Nebel ist oder zu welchem Faktor doch Smog bzw. Luftverschmutzung im Spiel ist, das entscheidet mal lieber selbst.
Hier, in Gubeikou, hatten wir die Wahl bis 8h „auszuschlafen“ oder um 5.15h nochmals zur Mauer hochzuwandern. Natürlich hab ich das Letztere gemacht, man ist ja nur einmal hier, außerdem stand die 12stündige Zugfahrt nach Xi’an an, da war es ja gar nicht so schlecht, wenn die müde beginnt.
Der versproche Sonnenaufgang war natürlich schon längst vorbei, dennoch hat sich das Kraxeln gelohnt, der Abschnitt der Mauer ist wirklich original, nicht saniert, so belassen wie ihn die letzten Schlachten hinterlassen haben, von der Vegetation und den Touristenfüssen abgesehen.
Auch in Jinshangling wurde saniert, wir sind trotzdem drauf rumgetrampelt, einige meiner Mitstreiter haben solange gebettelt bis sie auch einen Stein einzementieren durften.
So sah es am Fuß der Anhöhe in Jinshangling aus, nach der Maultier-Begegnung wusste ich auch, wie die Steine da hoch kommen.
Folgende Bilder sind in dem Dörfchen des Homestays Gubeikou entstanden:
Hier der morgendliche Ausflug, entscheidet selbst, ob es das frühe Aufstehen wert war?!
Die folgende Zugfahrt war gar nicht so anstrengend wie gedacht, war eine interessante Erfahrung, die sich noch 3x wiederholt, die Topdistanz ist dann Shanghai – Guilin mit 24h Fahrtzeit, zum Glück sitze/liege ich in der „Hard Sleeper Class“, einem klimatisiertem, offenen Schlafabteil mit 6 Betten.
Hier noch Mr. IX Part 2, wie gestern versprochen:
Soviel zur Mauer, bald mehr zu Xi’an, die Stadt mit der intaktesten Stadtmauer überhaupt.
Fuerti, Simon*
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Wie war denn das Scheißen? Ich hab’s ja selber auch noch nicht ausprobiert, aber dem Vernehmen nach soll eine Entleerung auf einem solchen Hochklo aufgrund der Bedingungen (andere Haltung, Schwerkraft etc.) unglaublich…nun, entleerend sein.
Also diese Klos gibts doch in Frankreich und Italien ständig…aber ich find die auch gewöhnungsbedürftig. :-) Frag mich wie Dicke und Alte Leute da klarkommen, hehe..
Hmm, ich weiss immer noch nicht, wie man das in voller Montur regelt, wo bitte lässt man seine Hose? Freu mich nun auf mein eigenes Klo :-)
@ molle: Ist eine Entleerung nicht immer unglaublich entleerend?? :) Wenn du die Knie auf einer für uns normalen Kloschüssel Richtung Bauch ziehst, müsstest du doch den selben Effekt wie bei einem Hochklo haben! Oder?? Schließlich geht es nicht um gesteigerte Schwerkraft, sondern um aufgebrachte Energie… xD
Für solche Themen ist die Restrealität da! Nicht auf unserem Blog, pfui! Ihr Ferkel!
Viel spannender finde ich ja das U gly T oys Tag, falls es eins ist O_o