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Der brasilianische Soundforscher Amon Tobin

Was zur Hölle ist da wieder los? Wer Amon Adonai Santos de Araujo Tobin oder kurz Amon Tobin noch nicht kennt… naja, wie soll man es erklären? Er ist ein brasilianischer Musiker, der die merkwürdigsten Sounds mit der neusten Technik erzeugt. Wahrscheinlich macht er auch deshalb Soundtracks für Computerspiele und futuristische Kurzfilme wie „The Gift“. (von Julius Brodkorb)

film neuropeach amon 510x262 Der brasilianische Soundforscher Amon Tobin
Illustration: © 2010 NeuroPeach (VRU Berlin)

Waren seine ersten Alben auf Ninja Tune noch teilweise von Klängen durchzogen, deren brasilianische Herkunft noch erkennbar war, so ist es heute einer völlig spacigen, multidimensionalen, epischen Soundlandschaft gewichen. Ich fand und finde beides hörenswert.

Das erste Video ist eine merkwürdige Ankündigung von einem Video oder ein Albumteaser oder… was weiß denn ich? Danach folgt ein Ausschnitt aus dem Kurzfilm „The Gift“, oder besser eine alternative Szene, jedenfalls hört man da den typischen vertrackten und verzwirbelten Tobin-Sound.


Amon Tobin – Esther’s (Teaser)


Amon Tobin – Alternate Chase Scene from „The Gift“ (Regie: Carl Eric Rinsch)

Im nächsten Video sieht man einen Ausschnitt aus seinem Studio, wo er mit einem merkwürdigen, mir nicht bekannten Instrument noch seltsamere Klänge erzeugt.


Rare behind-the-scenes footage from Amon Tobin’s studio, July 2010

Tobin war eigentlich immer für sehr ausgefeilte interaktive Websites bekannt, gewissermaßen jeweils State of the Art, die aktuelle kommt allerdings etwas mau daher. Jedenfalls gab es vor einiger Zeit eine Seite, wo man auf die Jagd nach irgendwelchen Tiefsee-Viechern gehen konnte und die haben dann zu seiner Musik gezappelt. Das dritte Video zeigt so eine Kreatur.


Amon Tobin – Field Excursion

Im folgenden kurzen Trailer sieht man Amon Tobin bei den Aufnahmen des Albums „Foley Room“, wo er mit zwei Mikrophonen durch die Welt läuft und verschiedenste Geräusche und Instrumente aufnimmt. Sehr interessant zu sehen, woher manche seiner Klänge stammen.


Amon Tobin – Foley Room Trailer

Zum Schluss noch eine der besten Szenen aus dem völlig abgefahrenen ungarischen Film „Taxidermia“, zu dem Tobin den Soundtrack gemacht hat.


Ausschnitt aus Taxidermia (Regie: György Pálfi, Musik: Amon Tobin)

Artikel veröffentlicht von Julius am: 07.08.10

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